Deutsche Kultur den mazedonischsprachigen LeserInnen nähergebracht

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Das Jahr 2019 markiert das 270. Jubiläum der Geburt vom vordersten deutschen Schriftsteller Johann Wolfgang von Goethe. Aus diesem Grund hat Shared Knowledge mit dem Goethe-Institut in Skopje an einer Inhaltsübersetzungsinitiative aus der deutschen Wikipedia mit dim Ziel die deutsche Kultur den mazedonischsrpachigen LeserInnen näherzubringen mitgearbeitet. Die Mitarbeitung resultierte in in zwei Projekten geteilten Aktivitäten, die in zwei Phasen durchgeführt werden – die erste in der National- und Universitätsbibliothek in Skopje von März bis Juni unter dem Name WikiLiga und die zweite in den Stadtbibliotheken in Strumica, Bitola, Veles und Kumanovo von September bis Dezember unter dem Name WikiStadtklub.

Phase 1: Auftakt mit Edit-a-thons und einer Schreibliga

Das Projekt wird während dem Frühling mit der Grundidee eine Verbindung von Edit-a-thons als Einführungsveranstaltungen um den Neulingen über die Grundlagen von Wikipedia beizubringen und Schreibwettbewerben in einem Ligaformat als Anreiz zu weiteren aktiven Teilnahme implementiert, daher der Name WikiLiga. Es bestand aus vier seschstündigen Edit-a-thons mit vier nachfolgenden dreiwöchigen Schreibwettbewerben zu den Themen: Deutsche Literatur, Deutscher Film, Deutsche Musik und Weltkulturerbe in Deutschland. Alle Edit-a-thons fanden samstags in der National- und Universitätsbibliothek in Skopje statt. Die wurden wie folgt angesetz:

  • Edit-a-thon “Deutsche Literatur” am 30. März (Schreibwettbewerb bis 19. April)
  • Edit-a-thon “Deutscher Film” am 20. April (Schreibwettbewerb bis 10. Mai)
  • Edit-a-thon “Deutsche Musik” am 11. Mai (Schreibwettbewerb bis 31. Mai)
  • Edit-a-thon “Weltkulturerbe in Deutschland” am 1. Juni (Schreibwettbewerb bis 21. Juni)
Der Еdit-a-thon “Deutsche Literatur” (Foto: Mario Šarevski, CC-BY-SA 4.0)

Die interessierten Teilnehmer sollten für jeden Edit-a-thon das in den Medienmitteilungen über das Projekt verlinkten Anmeldeformulars anfüllen. Danach haben die Organisatoren alle angemeldeten Teilnehmer im Voraus kontaktiert und mit Listen von 100 auf Flipcharts während der Edit-a-thons geordneten Artikelvorschlägen um Bearbeitungskonflikte zu verhindern besorgt. Dennoch wurde auch das Schreiben über nicht in den vorgeschlagenen Listen Artikelthemen gestattet. Zum Beginn jedes Edit-a-thons wurde den erstmaligen Teilnehmern einen kurzen praktischen Einführungskurs über das Inhaltsübersetzungswerkzeug angeboten und nachfolgend wurden die Teilnehmer mentoriert. Jeder Teilnehmer mit zumindest einem geschriebenen Artikel bekam ein Teilnahmezertifikat und die drei fruchtbarsten waren mit Gutscheinen für technische Geräte oder Bücher ausgezeichnet worden.

Die Liste der Artikelvorschlägen verhinderten Bearbeitungskonflikte (Foto: Kiril Simeonovski, CC-BY-SA 4.0)

Die endgültige Wahl der Artikelthemen wurde aus einer ein wenig längeren Liste durch einen Konsensus mit dem Goethe-Institut festgesetzt. Trotz des weiten Umfangs der Themen, wie von ihren Titeln angedeutet ist, wurden die Listen der Artikelvorschlägen systematisch in Kategorien verteilt und enthielte höchst beachtliche Items. Außerdem wurde Deutsche Musik thematisch nur auf populäre Musik begrenzt. Die Kommunikation spielte eine große Rolle während den Schreibwettbewerben, wobei die Teilnehmer Mitteilungen über die kommenden Deadlines bekammen und wurden auf verschiedene Weise animiert. In diesem Licht überlappte das am Anfang Mai ausgetragene jährliche Festival des neuen deutschen Films mit dem Schreibwettbewerb zu demselben Thema und es wrirkte auf das Schreiben von Artikeln über die im Festivalprogram eingeschlossenen Filme ein.

Phase 2: Gründung der Schreibstadtklubs in anderen Städten

Nach dem Erfolg der WIkiLiga wurde die Initiative in vier anderen Städten als ein während dem Herbst implementiertes neues Projekt namens WikiStadtklub verbreitet. Das Format des neuen Projekts war ein bisschen verändert und es bestand aus vier dreistündigen Edit-a-thons mit keinen nachfolgenden Schreibwettbewerben in den Städten: Strumica, Bitola, Veles und Kumanovo. Eine weitere Änderung war die freie Wahl der Artikelthemen, sodass Teilnehmer an jedem Edit-a-thon Arikel über die vier Themen aus WikiLiga schreiben konnten. Alle Edit-a-thons fanden werktags in den Stadtbibliotheken statt. Die wurden wie folgt angesetz:

  • Strumica-Edit-a-thon am 25. September
  • Bitola-Edit-a-thon am 24. Oktober
  • Veles-Edit-a-thon am 20. November
  • Kumanovo-Edit-a-thon am 5. Dezember
Der Strumica-Edit-a-thon (Foto: Aleksandar Popovski, CC-BY-SA 4.0)

Ähnlich zu WikiLiga sollten die interessierten Teilnehmer ein zu den Medienmitteilungen für das Projekt hinzugefügtes Anmeldeformular anfüllen, Liste der Artikelthemen wurden im Voraus bereitet, praktische Einführungskurse über das Inhaltsübersetzungswerkzeug mit nachfolgenden Mentorings wurden den Teilnehmern angeboten und jeder Teilnehmer mit zumindest einem geschribenen Artikel bekam ein Teilnahmezertifikat.

Ergebnis und Auswirkung

Die Initiative hatte positive Auswirkungen auf Gemeinschaftswachstum und Inhaltsabdeckung, wie von der Zahl von etwa 25 erstmalige Autoren aus der Gesamtzahl von 38 Teilnehmer und zumindest 350 geschriebenen Artikeln in der mazedonischsprachigen Wikipedia angegeben ist. Die Geschlechterkluft war kein Problem und Frauen bildeten zwar eine Hälfte der Teilnehmer bei jedem Erreignis. Es gibt auch Hinweise auf Zurückhaltung der Teilnehmer im gewissen Maße, weil drei erstmalige Autoren aktiv nach dem Ende der Projekte blieben mit einem von denen im Veranstalten zukunftiger Erreignisse freiwillig gemeldet.

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